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von Johann Roussel und Karim Aouidad 
Grafik Marie-Anne Bonneterre 
für 2 – 4 Spielende
ab 5 Jahren
Mirakulus
2022 
dauert ca. 15 Minuten
 

Wenn man so ein Spiel aus der Tasche holt, strahlen Kinderaugen genauso freundlich zurück wie das Gigamon auf der Schachtel. Gigamons zu beschwören ist für uns angehende Elementarmagier die letzte Prüfung. Mithilfe der Elemons, die wir einsammeln wird das schon klappen! Wenn uns nicht ein anderer Spieler das Gigamon wieder abwirbt! Zu recht ist es zum Kinderspiel des Jahres 2023 nominiert worden.

Aus der Auslage von 9 verdeckten Elemon-Plättchen decken wir je 2 á la Memory auf. Habe ich ein Paar behalte ich dieses und kann evtl. noch eine Spezialfähigkeit nutzen. Die Polymons sind besonders, die bilden mit allen Elemons ein Paar. Sobald ich 3 gleiche Elemons gesammelt habe tausche ich diese gegen eine der große Figuren, die Gigamons, ein.

Die Anleitung ist kurz, übersichtlich und grafisch gut gestaltet, mit vielen Beispiel-Abbildungen. Die Spezialfähigkeiten sind übersichtlich auf der Rückseite der Anleitung erklärt. Die Regeln sind sehr einsteigerfreundlich, da das Prinzip von Memory bekannt ist. Sie bekommen aber durch die kleine Auslagefläche und das Set-Collection nochmal einen ungewöhnlichen Dreh.

Das Material ist niedlich gestaltet und robust. Die Gigamons sind auch wirklich groß! Trotzdem passen alle auch zusammengesteckt in die Schachtel.

 


Fazit / Empfehlung

Gigamon ist ein Merkspiel, wie Memory und macht Kindern wirklich viel Spaß, funktioniert aber auch in einer gemischten Gruppe gut. Jüngere haben bisweilen einen Vorteil durch ihr besseres Gedächtnis und die höhere Synapsenanzahl, Ältere können schon taktischer spielen und gezielt Karten einsammeln um 3 Gleiche zu bekommen. Das unterscheidet von einem normalen Memory Spiel. Spätestens bei der dritten Partie hintereinander raucht einem als Erwachsenen dann wirklich der Kopf, was jetzt wo in der Auslage liegt, da diese ja auch während der Partien ständig wechselt. Manchmal wandern die Gigamons ganz schön hin und her.

Auf den Elemons, den Memorykarten ist ein leicht verständliches Symbol zur Spezialfähigkeit und auf den Gigamons sind die dazugehörigen Elemons mit abgebildet. Es kann also kaum Verwechslung geben.

Besonders gut gefällt mir, dass sich das Spiel nicht unendlich hinziehen kann, da es endet, sobald alle Plättchen einmal ins Spiel gekommen sind, auch wenn bis dahin doch niemand 3 Gigamons sammeln konnte, die eigentliche Siegbedingung.

Und ganz nebenbei lernen wir verschiedene Elemente kennen, wobei das Electromon und Floramon hier nicht so ganz reinpassen, aber trotzdem irgendwie dann doch.

Gerne auch für Bibliotheken: das Material ist robust und sollte doch mal ein Teil fehlen kann man trotzdem noch spielen. Neben Lennys Limo eine schöne Ergänzung im Merkspielbereich.

Es gibt auch eine XXL Variante, das Spiel ist hier genau gleich, nur alles ein bisschen größer. Diese Version ist vor allem für Kindergärten u.ä. entworfen, eignet sich sehr gut für Veranstaltungen.

Gigamon ist also dann eine Alternative zum normalen Memory, wenn wir ein bisschen mehr wollen und vor allem, wenn nicht die ganz Kleinen mitspielen.

Für mich persönlich: 

9 – Herausragendes Spiel. Spiele ich immer wieder mit, also, maximal 2 Partien hintereinander…

(Die Beschreibung der Einordnung orientiert sich am BGG-Ranking)

Alle meine Rezensionen sind eine persönliche Einschätzung und beruhen auf eigenen Spielerfahrungen, meinen Beobachtungen im Bibliotheksalltag und bei Spieleveranstaltungen. Ich freue mich über eure Kommentare und von euren eigenen Erfahrungen mit dem Spiel zu hören. Gerne auch per Mail oder Instagram.

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